BILDBÄNDE

„Meine rechte Hand dient mir zum Töten, zum Halten einer Pistole, zum Zielen, zum Spannen des Abzugs, den ich langsam, ganz langsam betätige, damit die Kugel genau im richtigen Moment den Lauf verlässt und durch die Stirn in den Schädel des Zielobjekts eindringt. Meine rechte Hand feuert den ersten Schuss aus einiger Entfernung, den zweiten aus nächster Nähe ab. Mit der empfindsamen Spitze meines Mittelfingers drücke ich den Abzug ein zweites Mal. Letzter Akt: Die zweite Kugel durchschlägt den Kopf des Zielobjekts von hinten. Mit der rechten Hand stecke ich die Pistole ins Halfter unter meiner Jacke zurück, später nehme ich mit ihr die Waffe auseinander. Ihre Einzelteile verteile ich auf diverse Müllhalden. (...)
Meine Hände sind wertvoll. Sie werden gut gepflegt. Gewaschen, manikürt, massiert und eingeölt. Meine Hände kennen keine Schuldgefühle. Ich glaube, sie genießen ihren Job. Mein rechter Daumen streichelt den Griff der Pistole, bevor der Abzugsfinger den Mechanismus auslöst, der so sicher ist wie das Amen in der Kirche das Leben eines Verlierers ausblasen wird. Ich gehe regelmäßig zum Gottesdienst und lege meine Beichte ab. Vom Töten spreche ich beim Beichten nicht. Töten ist mein Job. (…) Ich verbringe viel Zeit mit der geduldigen Verfolgung des Opfers, ich bestimme den idealen Ort und den günstigsten Zeitpunkt. Wenn ich aus einiger Entfernung abdrücke, gibt meine linke der rechten Hand Halt..."

Aus: Karl Gröning, Hände berühren, begreifen, formen. München: Frederking & Thaler 2000. Auszug „Werkzeuge der Gewalt“ von Janwillem van der Wetering

 

„Wer sich für das faszinierende Thema Hände interessiert, aber keinen ‚dicken Roman‘ lesen will, für den ist der Bildband Hände -- berühren, begreifen, formen... sicher das Richtige. Die Bilder sind ausdrucksstark, die dazugehörigen Texte mal poetisch, mal politisch (...)“

 

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„Die letzten in Europa noch verbliebenen Gegenden ausgedehnter Wildnis beschränken sich auf die bis heute nur dünn besiedelte und kaum erschlossene Arktis. Von den arktischen Regionen regt besonders Lappland die Fantasie naturverbundener Europäer an. Es erstreckt sich über den Norden Norwegens, Schwedens, Finnlands und Russlands. In einer immer kleiner werdenden Welt, in der auch die am weitesten entfernt liegenden Ziele mit dem Flugzeug zu erreichen sind, kann man in dieser unberührten Landschaft noch immer das Gefühl von Wildnis und Abenteuer erleben. Viele haben vielleicht schon von Lappland gehört, doch die meisten von uns haben es nie wirklich kennengelernt. Wir wissen nur wenig über seine Einwohner, seine Kultur, Tier- und Pflanzenwelt. Auch die geographischen Dimensionen Lapplands sind bis heute weitgehend unbestimmt. Das liegt zum Teil an der ungeheuren Größe der Region und deren Unzulänglichkeiten. Selbst unter Skandinaviern sind die tatsächlichen Ausmaße kaum bekannt. Zudem gibt es nur wenig Literatur über das Land und seine verborgenen Schätze …“

Aus: Erlend und Orsolya Haarberg, Lappland – Das Alaska Europas.
National Geographic 2008.

 

Der Bildband eignet sich hervorragend als Einstieg zur Vorbereitung einer Nordlandreise. Die interessanten Artikel und Skizzen geben einen guten Einblick in die Kultur der Sami.

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