DIE ÜBERSETZERIN

Andrea O’Brien, geb. 1967, übersetzt seit fast 20 Jahren Literatur aus dem Englischen. Nach dem erfolgreichen Studium der Anglistik und Germanistik an der RWTH Aachen und am Trinity College in Dublin, Irland, sammelte sie zunächst Erfahrung in den Bereichen Übersetzung und Redaktion beim Carl Hanser Verlag in München. Seit 1996 übersetzt Andrea O’Brien Kriminalromane, Unterhaltungsliteratur, Reiseliteratur sowie Kinder- und Jugendbücher für große und mittelständische Verlagshäuser wie Bertelsmann CbJ, Kiepenheuer & Witsch und Piper. Im Jahr 2010 schloss Andrea O’Brien mit Erfolg das Aufbaustudium für literarische Übersetzung aus dem Englischen an der Ludwigs-Maximilians-Universität München ab. Ihre übersetzerische Arbeit an den Kriminalromanen von Benjamin Black (John Banville) wurde sowohl 2011 als auch 2012 mit einem Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet. 2014 erhielt sie ein weiteres Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzungsfonds für die Übersetzung
"Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb" von Clare Furniss.

Andrea O’Brien lebt und übersetzt in München.


AKTUELL


Natasha Fennell steht mitten im Leben, als ihre Mutter ins Krankenhaus kommt. Plötzlich fragt sie sich: Wie ist das Verhältnis zu meiner Mutter? Bin ich eine gute Tochter? Über ihre Gedanken schreibt sie einen Zeitungsartikel. Als sich darauf Hunderte Frauen bei ihr melden, ist sie überwältigt – und lädt neun von ihnen ein. Daraus wird ein langer Abend mit sehr viel Rotwein, Gelächter, Tränen und bewegenden Geschichten über Mütter und Töchter. Am Ende beschließen sie: Wir treffen uns wieder – und gründen einen Club. Jede Tochter bekommt ungewöhnliche Hausaufgaben – um das Verhältnis zu ihrer Mutter zu klären oder zu verbessern. Haarsträubende, traurige, urkomische, berührende Geschichten sind die Folge. Die Frauen lernen ihre Mütter besser kennen – und auch sich selbst. Am Ende dieser wahren Geschichte steht das Manifest des Clubs der Töchter: Zehn Dinge, die man mit seiner Mutter tun sollte, bevor es zu spät ist.

N. Fennell, R. Ingle, Club der Töchter. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2016

 

 

Der sagenhaft reiche Zeitungsverleger Richard Jewell wird tot mit einer Schrotflinte in seinen blutigen Händen am Schreibtisch aufgefunden. Hat er sich selbst erschossen, oder war es Mord? Und was haben das Waisenhaus, in dem er oft verkehrte, und die mysteriösen Gönner damit zu tun? Inspector Hackett und Quirke ermitteln. Es sieht nach Selbstmord aus, doch Inspector Hackett und Gerichtsmediziner Quirke halten es für unmöglich, dass sich jemand mit einer Schrotflinte erschießt und das Gewehr danach noch in Händen hält. Warum reagiert die attraktive, aber mysteriöse französische Gattin des Verlegers so ungerührt, und was ist mit der krisenanfälligen Schwester los? Die Ermittlungen führen ins Waisenhaus St. Christopher’s, in dem Quirke als Kind lebte. War Jewell dort wirklich Mäzen oder verfolgte er ganz andere Interessen als soziales Engagement?

Aus: Benjamin Black, Tod im Sommer. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2016. 
Die Übersetzung wurde mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet

 

 


Gerade ist Pearl mit ihren Eltern umgezogen, damit Platz ist für das neue Baby. Da bricht, völlig unerwartet, ihre heile Welt zusammen: Die Mutter stirbt bei der Geburt der kleinen Rose. Und Pearl ist mit ihrem Stiefvater allein. Das heißt, nicht ganz allein, denn da ist ja noch das Baby – der Eindringling, der schuld ist am Tod ihrer Mutter. Es dauert seine Zeit, bis Pearl lernt, mit ihrer Trauer umzugehen und sich gestatten kann, zurück ins Leben zu finden. Zurück zu ihren Freunden. Sich vielleicht sogar zu verlieben. Und Rose als Teil ihrer neuen Familie zu akzeptieren … Ein Jugendbuch, das herzzerreißend ehrlich, aber auch voller Witz und Leichtigkeit von Freundschaft, Liebe und vom Erwachsenwerden erzählt.


Clare Furniss, Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb. München: Carl Hanser Verlag.

„Ein starker Erstling! Die Dialoge, gekonnt übersetzt, sind bald witzig provokativ und bald ein Wundenlecken. Indes klingt hier immer auch ein anderer Bick auf das Geschehen an – kühn im Ansatz, überraschend differenziert im Resultat.“

Hans Ten Doornkaat, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 10.08.14 


„Das Wunder von einer Geschichte erscheint wie ein Geschenk des Himmels. Clare Furniss gelingt mit ihrem Debüt ein absolutes Highlight unter den Jugendbüchern dieses Jahres. Nach nur wenigen Seiten hat man sich wahrlich in einen Rausch gelesen, sodass man von der Welt um sich herum nichts mehr mitbekommt. Große Gefühle und feinsinniger Humor machen die Lektüre zu einem Erlebnis für alle Sinne. Ohne jeden Zweifel: Hier findet man zwischen zwei Buchdeckeln sein großes (Lese-)Glück. Solch guter Unterhaltung kann garantiert niemand widerstehen, selbst Erwachsene nicht. Furniss‘ Worte kommen einer Verführung gleich.“

Susann Fleischer auf www.literaturmarkt.info, 11.08.14

Im Oktober 2014 wurde „Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb“von einer Jury aus 29 Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem der „Besten sieben Büchern für junge Leser“ gewählt.  Mehr dazu hier

In der Hörspielfassung gesprochen von Maria Koschny. Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2015 (Kategorie: Beste Interpretin) Mehr dazu hier

Die Übersetzung wurde mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet

 

 


Stockholm, 1897: Drei Männer begeben sich auf eine Expedition, sie wollen mit einem Heißluftballon den Nordpol erreichen. Darunter auch Nils Strindberg. Die Familie und seine Verlobte Anna sind gegen das Vorhaben, doch Nils setzt sich gegen alle Bedenken durch. Die Expedition scheitert. Trotz zahlreicher Rettungsversuche bleibt die Gruppe verschwunden. Bis 1930, als norwegische Robbenfänger die Leichen der drei Männer auf einer kleinen Insel im arktischen Ozean entdecken. Anna erreicht die Nachricht von dem Fund in England, wo sie mittlerweile lebt, und die Erinnerung holt sie mit aller Macht ein. Die Erinnerung an die verzweifelte Hoffnung, Nils werde doch irgendwann zurückkehren. Und an ihre Sehnsucht, die unstillbar war – und sich auf den falschen Mann richtete … 
Der Roman folgt den Spuren dreier Menschen, deren Lebenswege trotz weiter Entfernung auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden sind. Und es erzählt eine große und tragische Liebesgeschichte, wie sie aufwühlender nicht sein könnte.

Jenny Bond, Unter dem Nordlicht. Köln: DuMont 2015

 

                                                          


VERÖFFENTLICHUNGEN

2016
Benjamin Black, Tod im Sommer. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2016

N. Fennell, R. Ingle, Club der Töchter. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2016
 
2015
Jenny Bond, An einem Tag im Mai. Köln: DuMont 2015

Edyth Bulbring, 33 ist meine Glückszahl (oder auch nicht). München: Hanser 2015

Jenny Bond, Unter dem Nordlicht. Köln: DuMont 2015
 
Joanna Bolouri. Die Goldene Liste. Köln: Bastei Lübbe 2015
 
2014 Clare Furniss, Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb. München: Hanser 2014
 
2014
Boyd Varty, Safari. Mein Leben für Südafrikas wildes Paradies. München: Piper Mailk 2014 (mit Ursula Wulfekamp)

Philip Laubach (Hrg.), Colt Seavers, Alf & ich. 20 Autoren über die wahren Helden unserer Jugend. 
Übersetzung des Beitrags "Miami Vice" von Iris Bahr. Hamburg: Ankerherz 2014 
 
2013

Gill Hornby, Mutter des Monats. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2013

Benjamin Black, A Death in Summer (Arbeitstitel). Kiepenheuer & Witsch. Noch nicht erschienen.

2012

Benjamin Black, Eine Frau verschwindet.
Köln: Kiepenheuer & Witsch 2012

2011

Toni DiTerlizzi, Die Suche nach Wondla.
München: C. Bertelsmann Jugendbuchverlag 2011
(mit Bettina Bach)

2010

Iris Bahr, Schlampen im Schlafsack.
München: Piper 2010

Paul Sussmann, Der Todestempel.
München: Piper 2010

2009

National Geographic: Die Bilder – Das legendäre Fotoarchiv von 1888 bis heute.
Hamburg: National Geographic 2009

Erlend und Orsolya Haarberg, Lappland.
Hamburg: National Geographic 2009

Tahir Shah, Der glücklichste Mensch der Welt.
München: Piper 2009

2008

Lynette Chiang, Cuba Particular.
München: Frederking & Thaler 2008

Tahir Shah, Im Haus des Kalifen.
München: Frederking & Thaler 2008

Gillian Kendall, Mr. Dings Hühnerfüße.
München: Frederking und Thaler 2008

2007

Iris Bahr, Moomlatz oder Wie ich versuchte
in Asien meine Unschuld zu verlieren.
München: Frederking & Thaler 2007

Josie Dew, Tour de Aloha.
München: National Geographic Adventure Press 2007

2004

Rosie Rushton, Zickenduell.
München: C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag 2004

Jackie French, Vorsicht Fettnapf.
München: C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag 2004

2003

Maria Coffey, Weiße Lämmer, grünes Land.
München: Goldmann 2003

2001

Josie Dew, Tour de Nippon.
München: Goldmann 2001

2000

Karl Gröning, Hände.
München: Frederking & Thaler 2000


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